AQTIV-Zentrum

Aktivierung, Qualifizierung, Training, Integration, Vermittlung

Zielsetzung und Einführung

Leistungsgegenstand ist die Konzeption und Durchführung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gemäß § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 SGB III.

Ziel ist, die Teilnehmer auf weitere Förderangebote des Kreises Düren/job-com vorzubereiten, die Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit zu verbessern oder (wieder-)herzustellen, auf eine individuelle Förderung abzuzielen und die Teilnehmer ggf. in eine versicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln.

Mit Hilfe des “AQTIV-Zentrum” soll die Heranführung der Teilnehmer an den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Reduzierung von vermittlungshemmenden Faktoren gefördert werden. Dies soll durch Einbindung der Teilnehmer in niedrigschwellige Arbeiten und Qualifizierungen innerhalb von beruflichen Gewerken (Lager, Bau Hauswirtschaft, Gastronomie, Pflege) sowie durch intensive, ganzheitliche sozialpädagogische Begleitung erreicht werden. Bei entsprechender Entwicklung des Teilnehmers soll eine unmittelbare Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgen.

Teilnehmer

Zur Zielgruppe gehören erwerbsfähige SGB II Leistungsbezieher ab 25 Jahren mit grundlegenden deutschen Sprachkenntnissen (mindestens B.1) mit verschiedenen Vermittlungshemmnissen, bei denen davon auszugehen ist, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt oder die Teilnahme an einer Anschlussqualifizierung mittelfristig möglich erscheint.

Im Rahmen vom „AQTIV-Zentrum“ sollen folgende Phasen durchlaufen werden:

Kompetenzfeststellung und Abbau allgemeiner Vermittlungshemmnisse

  1. Aktivierung (1 Wochen)
    Anamnesegespräche; Abgleich der Selbstdarstellung, Selbst-wahrnehmung/Fremdwahrnehmung, Arbeits- und Sozialverhalten, Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, Gesundheitsförderung, gesunde Lebensführung, Lebensbewältigungsstrategien, Abbau von Vermittlungshemmnissen
  2. Berufsorientierung (2 Wochen)
    berufliche Orientierung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt; erste praktische Erprobung in einem der angebotenen Gewerke mit anschl. das Fazit.
  3. Qualifizierung und Training (4 Wochen)
    Berufspraktische Erprobung Praktische Vertiefung, ggf. Wechsel des Gewerkes beim Träger. Darüber hinaus sind individuelle Wünsche der Teilnehmenden durch praktische Erprobungen in Betrieben auf dem 1. Arbeitsmarkt möglich (siehe Berufspraktische Erprobung)
  4. Reflexion (1 Woche)

Erfahrungsaustausch, Bearbeitung aufgetretener Probleme, Coaching, sozialpädagogische Intervention, Planungsverfahren.

  1. Vorbereitung der Integration und Vermittlung (3 Wochen)
    Berufspraktische Vertiefung
    Integration (1 Woche)Praktische Erprobungen in Betrieben auf dem 1. Arbeitsmarkt, falls notwendig Erprobung in den vorgehaltenen Gewerken des Trägers.
  2. Integration (1 Woche)
    Vermittlungswoche
    intensive Vermittlungsbemühungen, ggf. Erstellen und/oder Optimieren von Bewerbungsunterlagen, Stellenakquise, Versenden von Bewerbungen, Unterstützung bei Kontaktaufnahme zu potentiell.
Hüssein Sayer

Hüseyin Sayar

Gefördert durch:
Kommunale Jobcenter